Alles in Bewegung!

Die letzten beiden Jahre haben unsere Gesellschaft verändert. Auch mein Leben hat die Pandemie aufgewirbelt. Der Lockdown hatte mich aus meinem Alltag katapultiert und durch den mir auferlegten Job-Stillstand fand ich mich plötzlich täglich in der Natur, laufend, im Wald, über Wiesen oder entlang kleiner Bäche. Orte, um auf andere Gedanken zu kommen. Jeder Schritt führte mich weiter zu etwas, was ich noch nicht benennen, geschweige denn wirklich erahnen konnte.

Eins-Zwei-Drei

Das „draußen“ sein gefiel mir. Zeit zu haben gefiel mir. Was stellte ich bislang an mit meiner Zeit, und was wollte ich jetzt und in Zukunft mit meiner Zeit anstellen? Wie beschäftigt war ich mit den Tücken unserer modernen Gesellschaft? Konsum. Was kaufe ich und wann und wo? Vor allem die unendlich erscheinenden Wahlmöglichkeiten überfordern mich oft. Wie kann ich meine Zeit für mich „sinnvoll“ nutzen? Es war klar, dass ich irgendwo ansetzen musste.

Eins: Der erste Schritt

Am einfachsten war zuerst das Aufräumen. Ich fing an mich von Kleidern, Möbeln und allerlei Kleinzeug zu trennen. Je mehr ich „los“ wurde, desto leichter fühlte ich mich. Trotzdem hatte ich immer noch das Gefühl, dass ich ein „Zuviel“ an allem besaß. Und dieses Zuviel nahm mir meine Zeit.

Zwei

Kennen Sie das? Sie laufen an etwas vorbei und irgendetwas sagt Ihnen: „Geh zurück!“ So erging es mir, als ich am Buch mit dem Titel: „Mein Leben in drei Kisten“ von Anne Weiss vorbeilief. Ich musste zurück. Der Titel zog mich magisch an. Gesagt getan. Ich hatte eine richtige Vorfreude als ich anfing zu lesen. Und es war das richtige Buch zur richtigen Zeit für mich. Vielleicht lag es daran, dass die Autorin zum Zeitpunkt meiner Lektüre genauso alt war wie ich. Und man mit 47 anfängt sich ähnliche Fragen zu stellen. Oder es war einfach das Thema. Minimalismus! Was will oder brauche ich wirklich zum Leben? Was vereinfacht mein Leben? Was ist für mich stimmig? Was passt mit meinen Werten überein? Ich war gefesselt von dem Buch. Im Nachgang hat es viel bei mir in Bewegung gebracht. Und ich möchte mich bei der Autorin dafür bedanken.

Drei

Weniger besitzen. Mehr Zeit haben. Warum so groß wohnen? Kleiner Wohnen. Erdet. Und man hat mehr Zeit für gute Ideen. Die Idee vom Tiny Office als neuer Arbeitsplatz ist geboren.